Rosazea (auch: Rosacea, Kupferfinne, Rosenfinne oder Knollennase) ist eine akneähnliche Hauterkrankung des Gesichts, an der zumeist erst Menschen ab dem 50. Lebensjahr erkranken. Rosazea charakterisiert sich durch fleckige, teilweise schuppende Rötungen und Entzündungen und Pusteln im Gesicht, sowie in extremeren Fällen auch durch knollenartige Wucherungen der Nase. Die Krankheit kann sowohl Frauen, als auch Männer befallen, wobei die tatsächliche Anzahl der Fälle mit Rosazea bei Frauen überwiegt.
Rosazea beginnt typischerweise mit dem Rotwerden des Gesichts im Wangen-, Nasen- oder Stirnbereich, kann allerdings auch auf Hals, Brust, Ohren und Kopfhaut übergehen. In anderen Fällen treten weitere Symptome zutage, wie z.B. permanente Hautrötungen, Erweiterung der Blutgefäße im Gesicht (Telangiektasie), kleine rötliche Erhebungen (Papeln und Pusteln), gerötete Augen, brennendes Gefühl auf der Haut, und in einigen fortgeschrittenen Fällen der Rosazea kann es zu verformten, roten Knollennasen kommen.
Rosazea kann auch auf das Auge übergreifen und zu bleibenden Schädigungen und Hornhauttrübungen führen – Patienten sollten daher regelmäßig die Augen kontrollieren.
Bisher wurden von der Medizin vier verschiedene Unterarten von Rosazea identifiziert, wobei Betroffene auch an mehr als nur einer Unterart erkrankt sein können:
Was genau Rosazea auslöst, darüber wird in der Fachwelt noch spekuliert. Rosazea hat mit großer Wahrscheinlichkeit eine erbliche Komponente; zudem hat sich gezeigt, dass Menschen mit hellen, europäischen Wurzeln (Kaukasier) genetisch eher zur Entwicklung von Rosazea neigen.
Andere Wissenschaftler suggerieren, dass Rosazea eine neurologische Krankheit ist, die bei emotionalen Schwankungen unangenehmes Rotwerden im Gesicht auslöst.
Da das Rotwerden des Gesichts das Hauptmerkmal von Rosazea ist, sollten Menschen mit Rosazea starke Sonnenbestrahlung, eiskalten Wind, Alkohol und koffeinhaltige Getränke sowie scharfes Essen vermeiden, so dass sich die Symptome nicht verschlimmern.
In einigen Fällen konnten bestimmte Medikamente, Lotionen zum Auftragen auf die Haut, Mittel gegen Pickel und Faltencremes ebenso als Ursache von Rosazea identifiziert werden, da diese die Krankheit fördernde Substanzen enthalten können.
Die Behandlung von Rosazea variiert von Patient zu Patient und ist abhängig von der Unterart und Ausprägung der Krankheit – Hautärzte empfehlen daher, die Herangehensweise an die Heilung von Rosazea strikt nach nach deren Ausprägung auszurichten. Fälle mit leichter Ausprägung werden häufig gar nicht, oder nur mit abdeckenden Kosmetika behandelt.
Es gibt zwar Medikamente gegen Rosazea, die das Erröten innerhalb von einigen Wochen verringern, jedoch kehrt das Problem zumeist nach Beendigung der Behandlung wieder zurück. Um Rosazea permanent in den Griff zu bekommen, ist eine Behandlung oftmals erst nach 1-2 Jahren oder noch später wirksam.
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